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Geschichte Skariatains

Vorwort:

In der Zeit als die Menschen und die anderen Völker von Welt zu Welt zogen, auf neue Inseln – und die Umgebung erkundeten, wurden sie beobachtet – beobachtet von den oberen Göttern, die sich bis jetzt immer im Hintergrund gehalten hatten. Sie wollten ihre wahre Identität nicht preisgeben doch sahen sie auch, dass Ihre „Kinder“ sich veränderten, viele verließen die Inseln und kehrten nicht zurück, viele blieben und gingen immer weiter mit denen, an denen ihnen etwas lag, oder auch um ihr Eigenes Leben zu schützen. Was sie nicht wussten, dass es eine große Prüfung für alle Völker war. Waren sie schon bereit zurück zu kehren, zurück in ihre Heimat, welche sie einst verließen?

Ja es war an der Zeit ihnen das zu Zeigen, was die Götter wieder mit viel mühe und Liebe – oder gar Hass aufgebaut hatten. Sicher, ihnen war klar, dass sie nun nicht mehr ihre Boten schicken konnten, denn diesen würde man wohl nicht mehr folgen. Denn zu viel hatten sie erlebt. Und so machten sich die oberen Götter, die einst Mildren und auch andere Vorboten schickten, wieder zurück zur Erde – zurück auf die Welt der Völker auf, um ihnen zu Zeigen, dass sie das alles nicht umsonst gemacht hatten, und nun die Wahl hatten wieder zurück in ihre Ursprüngliche Welt zu kehren. Dort wo alles einst begann und wo sie alles zurück gelassen hatten.

Zurück nach Haus, eine Heimkehr in die Vergangenheit und gleich in die Zukunft

Die Welt war still geworden. Noch vor kurzem Tanzten alle um die Zelte vor der Stadt in Tiefwasser, doch dann war es ruhig, nichts mehr – kein Tier gab noch ein laut von sich. Diese Stille war den Menschen schon bekannt. Es war die Ruhe vor dem Sturm, doch dieses Mal schien die Stille anders zu sein.

Ein Wind aus Richtung Süden zog gezielt auf die Menschen zu – der Himmel wurde blau und ganz leise hörte man das schlagen von großen Flügeln. Alle Menschen blickten zum Himmel und etwas weiß, schimmerndes funkelte am Himmel.

Umso näher es kam, desto heller wurde diese Erscheinung, und man sah die Form eines riesigen Drachen. Normalerweise sollten die Menschen fortlaufen, doch sie blieben stehen wie versteinert.

Langsam setzte der weise Drache zum Landen an und seine breiten Flügel legten einen Schatten über die Menschen, jedoch war keine Angst in den Augen der Menschen zu erkennen, denn sie spürten, dass der Drache ihnen nichts tun würde. Einige leise Worte drangen über die Schnauze des Drachen und er verwandelte sich rasch in die Form einer Jungen Frau. Ganz in weiß war sie, so Haut und Haar wie auch der Körper waren weiß. Nachdem sie die Form der Menschen angenommen hatte, vernahmen sie wieder die Flügelschläge eines weiteren Drachen, doch dieser strahlte in einem goldenen Schimmer, und auch wie der weiße Drache verwandelte sich dieser in eine junge Frau ganz in Gold.

Die Wärme, die die Frauen in die Herzen der Menschen brachte, kam ihnen bekannt vor – vor allem jene, die einst in Britain lebten. Sie trat vor und ihre Stimme klang klar und hell, zudem wirkte sie beruhigend und sanft.

Die Menschen betrachteten sie mit einem Auge sehr skeptisch und mit dem anderen Auge wohl vertraut – und ihre Worte sollten den Menschen ihre Skepsis wieder nehmen.

So sprach Sinariel

Ihr Kinder der Menschen, vieles habt ihr ertragen müssen, oft habt ihr eure Liebenden verloren, die euch wichtig waren! Ihr habt eure Heimat aufgeben müssen und auch euren Glauben verloren und wieder neuen gefunden. Ihr habt viel zurückgelassen, was euch lieb und teuer war, eure Besitze und eure Erinnerungen habt ihr verloren gehabt und Teile wiedererlangt.

Doch nun soll eure Reise endlich ein Ende haben, ein Ende für immer. Ich möchte euch erzählen woher ich komme und warum ich hier bin, erst dann könnt ihr euch entscheiden ob ihr hier bleibt – oder mir Folgt.

Und so begann sie zu erzählen:
Mein Name ist Sinariel, dies ist meine Schwester Carvisa.

Ich bin die Mutter Mildrens, die Mutter der Erde und die Hüterin der Menschen, und das ist Carvisa, sie ist die Hüterin der Natur, des Gleichgewichtes zwischen den Völkern.

Einst hab ich euch meinen Sohn entsannt, er sollte euch schützen. Dies tat er bis zum letzten Atemzug, um euch eine sichere Reise zu gewährleisten. Doch auch seine Anhänger gingen mit ihm und haben die Stadt bis zum letzten Mann verteidigt, ehe sie in Ehre gestorben sind. Dort wo sie nun sind wollen sie auch nicht mehr fort, denn sie haben ihr Seelenheil gefunden.

Ihr denkt sicher nun warum ich nicht gehandelt habe – doch genau aus diesem Grund bin ich hier. Nie jemand wusste, dass es mich gibt – außer meinen Erzfeind. So musste ich einen Schutz um mich herum aufbauen, so dass keiner von euch in noch größere Gefahr kommt. Doch nachdem mein Sohn sein leben ließ, begannen sich die Kräfte aus dem Gleichgewicht zu heben. Die Welt drohte zu zerbrechen und ich bereitete mich vor das Licht aufrecht zu erhalten.

Aber ich möchte euch erzählen warum ich hier bin, meine Schwester Carvisa und ich haben uns entschlossen euch dort hin zubringen wo ihr einst sehr Glücklich wart. Uns ist bewusst, dass es ein schwerer Schritt für euch werden wird, denn es wird nicht leicht für euch an diesem Ort, denn dort können wir euch nicht so schützen wie zuvor – aber wir werden immer bei euch sein!

Ihr habt die Möglichkeit eine alte Welt wieder aufzubauen – zu dem Blühenden Leben, was es einst war. Und so könnt ihr euren Glauben an mich und meine Schwester wieder erlangen – so wie es einst eure Ahnen taten.

Wir bringen euch zurück nach Hause – zurück in die Vergangenheit und doch in eure neue Zukunft. Dort könnt ihr neu beginnen – eurer Leben im Glaube der Natur des Lichtes. Und ihr seit es, die die Städte wieder Lebendig machen und die Tiere wieder zurück auf das Land bringen werdet – jene die den Handel wieder aufleben lassen.

Ich weiß, dass hört sich für euch wie eine gute Geschichte an, doch so ist es nicht! Die Reise wird riskant, denn mein Erzfeind wird Wesen entsenden die dämonischer Natur sein werden. Wesen die euch auflauern werden und euch versuchen zu vernichten!

Doch sind wir nicht allein, die Ahnen der Elfen und der Gott der Zwerge werden uns begleiten auf dem Weg dorthin. Es werden sicher auch andere Folgen die nichts Gutes im sinne haben, doch werden wir unser Bestes tun, um euch unbeschadet zurück nach Hause zu geleiten.

Während Sinariel ihre Geschichte erzählte landete auf der anderen Seite der Insel ein schwarzer Drache und entsandte seine Boten um seine Anhänger zu suchen. Der Himmel war pechschwarz und Loth wie auch Sevilin stießen hinauf zum schwarzen Drachen. Auch er erzählte die Geschichte, nur das er der Bruder von Sinariel ist und sie ihn vernichten will. Doch das Ziel war das gleiche…. Zurück in die Höhlen wo einst die Drow heimisch wurden und zurück in das Feuer wo einst die Teufler heimisch waren. Und auch die Menschen, die dem Licht nicht besonders gut gesinnt waren, sammelten sich in den dunklen Nebeln des schwarzen Drachens.

Das Ziel war gleich doch die Wege waren Grund verschieden. Die einen wollten den Frieden und die Ordnung, während die anderen die Macht und das Chaos ersehnten.

Sinariel sprach leise Worte wie auch ihre Schwester – und langsam verwandelte sie sich wieder in die Drachen und Sprachen gleichzeitig: Wenn die Zeit gekommen ist, kehren wir zurück und holen jene, welche uns begleiten möchten. Doch seit auf einen Schweren Weg gefasst!

Als die Drachen sich erhoben und in der Ferne verschwanden, hellte sich der Himmel wieder wie gewohnt auf…

Den Völkern stand das wohl wichtigste Zeitalter ihrer Entstehungsgeschichte bevor. Es wird das Zeitalter in dessen entschieden wird, ob diese Welt bestand hat oder für immer zerfallen wird. Eine große und epische Schlacht bahnt sich an, zwischen den mächtigsten Göttern und deren Gefolge. Und ein jeder wird seine Aufgabe auf dem Schlachtfeld haben – ganz gleich welcher Berufung er folgt.

Sinariel der Weiße Drache.

Schwester von Carvisa und Barghaan. Sie ist die Reine und den Menschen am meisten zugetane. Einst schickte sie den Menschen Mildren ihren Sohn, Tariol seinen Diener und Arwahal, die über sie wachen sollten. Viele Jahrhunderte hielt sie sich im Hintergrund versteckt vor den Menschen und offenbarte sich niemandem aus Angst vor ihrem Bruder Barghaan. Sie wusste würde sie sich offen in die Geschicke der Welt einmischen, so würde auch er dies tun und das wollte sie mit allen Mitteln verhindern. Die Welt blühte auf und Sinariel war glücklich wie ihre Schwester Carvisa. Sie erfreuten sich an den Menschen an den Geschicken und Wissenschaften die sie entwickelten und verbesserten. Es waren viele Jahre des Glückes, doch machte sie den Fehler Barghaan sich selbst zu überlassen. Sie beobachtete stets Sevilin und Lloth die den Menschen zusetzten, und achtete deshalb nicht auf ihren Bruder der sich ruhig verhielt. Zu Ruhig wie sich herausstellen sollte. Dann brach eines Tages der Schrecken über die Menschen herein, und sie musste mit ansehen wie ihr Sohn Mildren und seine Diener im Kampf fielen, doch die Menschen konnten sie retten. Die Menschheit entfloh in eine andere Welt und Sinariel verfiel in tiefen Kummer. Zuvor jedoch schaffte sie es gemeinsam mit Carvisa, Barghaan zu bannen in eine dunkle Fremde Welt aus der er nicht mehr vermochte zu entkommen.

Eine lange Zeit war verstrichen, das einstige Übel das die Menschen vertrieben hatte und ihrer Heimat beraubte war scheinbar sicher verbannt und Sinariel beschloss das es an der Zeit war sich den Menschen zu offenbaren und sie in ihre Heimat zurückzuführen. Und so machte sie sich auf den Weg die Menschen in eine neue Blüte zeit zu führen.

Carvisa, der Goldene Drache.

Carvisa steht in der Mitte zwischen Sinariel und Barghaan. Sie liebt ihre Schwester Sinariel und hilft ihr wann immer sie ihre Hilfe benötigt. Jedoch liebt sie alle Wesen auf der Welt und hat Mitleid mit ihnen, ob gut oder Böse beachtet sie dabei nicht. Auch mit ihrem Bruder Barghaan hatte sie Mitleid, wie er da gebannt in einer finsteren Welt fest saß und nicht von der zu entkommen vermochte. So besuchte sie ihn regelmäßig um ihn ein wenig zu trösten. Sie kam nicht auf die Idee das es ein Fehler sein konnte ihn allzu oft zu besuchen, doch auch Sinariel versuchte nicht sie daran zu hindern, da sie wusste wie wichtig es ihr war. Ohne es zu wissen ermöglichte sie schließlich durch ihre Besuche Barghaan eine sterbliche in seine Welt zu locken, Carvisa war zu gutgläubig was sich später herausstellte.

Carvisa ist jene die das Gleichgewicht der Welt überwacht, und sich so manches Mal auf die Seite Sinariels als auch auf die Seite Barghaans schlägt je nachdem welche der beiden Seiten droht die Überhand zu gewinnen. Sie greift jedoch niemals aktiv ins Geschehen ein sondern entzieht einer der beiden Seiten das „Glück“ oder aber schenkt einer der Seiten besonders viel davon.

Barghaan, der schwarze Drache

Barghaan geboren unter der Liebe der Geschwister und doch trug er die Saat des Bösen, er spürte die Angst seiner Schwester Sinariel und das Mitleid seiner Schwester Carvisa um so mehr hatte er sich von ihnen ab. Die Macht die das Böse ihm verliehen hatte wurde nur noch Stärker, er lebt von der Angst und hatte sich von seinen Geschwistern entfernt.

Die Dunkelheit der Hass und die Angst die in immer Stärker werden ließ schürte den Hass vor allem gegen seine Schwester Sinariel. Sie zu vernichten alles was ihr so lieb und teuer war brachte ihm noch mehr Zufriedenheit.

Barghaan ist jener der die Welt aus dem Licht zur Dunkelheit führen mag, die Welt in völliger Finsternis, gebunden mit dem Hass ist sein Ziel. Alles das was negativ im sinne von Sinariel und Carvisa ist, ist für ihn das Positive. Die Welt in Kriege zu verwickeln die Schönheiten zu Zerstören und das Land in eine Wüste aus Blut und Trockenheit zu verwandeln, ja danach durstet er.

Stärke durch die Angst, stärke durch den Hass

——–

Viele Monde war es nun her, dass die „Kundschafter“ die Häfen verlassen hatten, um zurück in die Alte Heimat zu segeln. Die Winde waren meist schlecht, wodurch ein zügiges Vorankommen der Schiffe nahezu unmöglich war. Einige kleinere Inseln konnte man jedoch glücklicherweise finden, um lebensnotwendiges Wasser und Nahrungsmittel zu finden. Das Gemüt der vielen Männer und Frauen wurden auf eine Harte Probe gestellt, niemand wusste ob man überhaupt auf dem richtigen Weg wäre. Die Flucht einstmals war sehr überstürzt und man achtete kaum auf Richtungen. Hauptsache weg von den Gefahren war damals die Devise. Viele der Besatzung gaben langsam die Hoffnung auf, und ließen sich gehen. Streitigkeiten wurden langsam häufiger, bis sie schließlich zur Tagesordnung wurden. Die Anführer hatten alle Hände voll zu tun, um ihre Mannschaft zusammen zu halten. Eines Tages jedoch rief der Ausguck plötzlich „Land in Sicht! Ich glaube das ist Jhelom.“. Innerhalb weniger Minuten waren alle Mitglieder der Besatzung an Deck. Die Laune besserte sich schlagartig sie hatte es geschafft, die alte Heimat lag vor ihnen. Doch gleichzeitig kam die Angst! Die Angst vor dem was sie vor langer Zeit zur Flucht veranlasst hatte. Doch dazu waren sie gekommen, sie konnten nun nicht vor der Angst kapitulieren und zurück segeln ehe sie geprüft hatten ob das wovor sie flohen noch da war. Wenige Stunden später legten sie in Jhelom an. Die Stadt war eine Geisterstadt. Die meisten Gebäude waren jedoch vollständig intakt. Und auch wilde Tiere wurden gesichtet. Keine Spur von den schrecklichen Ki Rhin konnten sie finden, und auch keine anderen Unholde wie sie zu dutzende über sie hergefallen waren. Und so segelten sie weiter die Welt entlang um die anderen Städte anzulaufen, um auch dort nach dem Rechten zu sehen. Viele Wochen vergingen in denen sie eine Stadt nach der anderen anliefen, doch nirgends fanden sie auch nur eine Spur von Feinden, mit Ausnahme der Wilden Tiere, die gelegentlich ihre Lager Angriffen um an Beute zu kommen. Als letztes begaben sie sich dann ins Herz ihres Reiches, der Stadt Britain. Auch dort fanden sie nichts außer einer nahezu vollständig zerstörten Stadt. Eine Mächtige Schlacht musste hier stattgefunden haben nachdem sie ausgelaufen waren. Doch von den Schrecklichen Ki Rhin fanden sie auch hier keine Spur. Auch auf den nun folgenden Expeditionen über Land, blieben sie von Feinden verschont. Es schien tatsächlich als ob diese Wesen ebenso schnell verschwunden waren, wie sie damals kamen. In Britain jedoch fanden sie Gräber, prächtige Gräber und stellten fest das dort die Sterblichen Überreste vieler bestattet wurden die zur letzten Schlacht in Britain geblieben waren. Dies würde bedeuten dass es überlebende der Schlacht gegeben hatte, welche die Gefallenen ihrer letzten Ruhe zuführten. Am Elften Tage in Britain legte sich zur Mittagsstunde einer großer Schatten über die Stadt, und das Schlagen von mächtigen Schwingen war zu vernehmen. Schnell liefen sie zu ihren Waffen, in Furcht der Schrecken wäre doch zurückgekommen nachdem sich wieder Menschen hier aufhielten. Doch die Pracht die sich ihren Augen bot, veranlasste sie jegliche Waffen sinken zu lassen, und beinahe versteinert standen sie dort und blickten auf einen mächtigen Weißen Drachen der vom Himmel herab stieß und sich vor ihnen niederließ. Und zu ihrer noch größeren Verwunderung sprach der Drache zu ihnen. „Fürchtet euch nicht Kundschafter der Menschen. Ich tue euch kein Leid. Mein Name ist Sinariel, und ich bin die Mutter Mildrens die Mutter der Erde und die Hüterin der Menschen. Niemals habt ihr je meinen Namen vernommen. Ich hatte Mildren an meiner statt zu euch gesandt und er hat euch beschützt solange er es vermochte und bis zu seinem eigenen Ende. Doch nun ist die Zeit gekommen, dass ich und meine Schwester Carvisa uns persönlich euer Annehmen, und euch zurückführen in eine neue Blüte zeit hier in der Alten Heimat. So lasst euch hier nieder und ich werde eure Brüder und Schwestern die ihr vor langem verlassen habt um hierher zurück zu kehren ebenfalls hierher führen so sie mir folgen möchten. Doch gebt Acht mein Dunkler Bruder Barghaan hat sicherlich damit begonnen auch die Dunklen eurer Brüder wieder hierher zu führen. Es wird nicht leicht für euch werden, doch wir werden euch leiten und beschützen“. Nach diesen Worten breitete sie ihre Schwingen und hob sich in den Himmel. Die Herzen der Anwesenden blühten auf und neue Hoffnung keimte in ihnen.