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Bruderschaft der Vergeltung (V)

Gesinnung: Order

Story:
Die Bruderschaft der Vergeltung entstand aus dem ehemaligen Orden von Avent, welcher wiederum aus dem Orden der Vergeltung entstand. Der Orden der Vergeltung unterlag einer langen Zeit den Einflüssen des Chaosgotts Barghaan, doch mit dessen Vernichtung löste sich auch der Orden auf. Der Orden zu Avent hatte keine religösen Ziele mehr und die weltlichen Ziele beschränkten sich darauf, das Dorf Avent im Nordwesten des Landes auszubauen. Nach der Zerstörung Avents durch die Drow flohen die Bewohner Avents nach Britain, doch dort verweilten sie nicht lange. Immer noch gab es Spannungen zwischen den ehemaligen Aventianern und den Wächtern des Lichts. Als der neue Truchsess, Herzog von Regomar sein Amt antrat, erhielten die Mannen aus Avent eine Audienz. Die Streiter aus Avent schworen dem Truchsess ihre Treue, doch baten sie ihn auch dem Orden ein neues Stück Land bereit zu stellen. Der Truchsess willte gutmütig ein, sodass sich die Kartographen von Britain und die Späher aus Avent zusammentaten und die Karten Skariatains studierten. Die Führung aus Avent hatte schon vor einiger Zeit die Insel Skara Brae ins Auge gefasst, umso erfreuter waren sie über die Nachricht, dass auch die Kartographen des Truchsess Skara Brae als vorteilhaft erachteten. Der Herzog stimmte zu, auch in seinem Sinne. Zum einen wusste der Truchsess, dass die Nordmänner sich dort auf seine Empfehlung hin niederlassen würden, und so hatte er mit den Aventianern eine loyale Streitmacht zusätzlich Vorort die ein Auge auf das Handeln der SdN werfen würde. Des Weiteren würde sein Reich eine zweite große Stadt beinhalten und dies an einem strategisch wichtigen Ort. Denn das Land westlich des Sichelgebirges war von Britain aus schwer regierbar oder überhaupt nur schwer kontrollierbar. So besiedelten die ehemaligen Aventianer die Insel Skara Brae im Sinne des mittlerweile gekrönten Truchsess: König Regomar von Waldesloh.

Eine neue Aufgabe der „Bruderschaft der Vergeltung“ ist es in Zusammenarbeit mit den Schwertern des Nordens, die Insel Skara Brae zu besiedeln und auszubauen. Skara Brae soll den Menschen genauso als Zufluchtsort dienen wie Britain. Des Weiteren wünscht die Führung eine Ausbildungseinrichtung für jede Profession zu errichten. Diese Akademien sollen sich im Laufe der Zeit zu den besten des Landes entwickeln, so dass ein Abschluss an einer der Akademien einer Auszeichnung gleichkommt. Weiterhin unterstützen sie den König bei der Regierung des Gebietes westlich des Sichelgebirges.

Die Aventianer haben nie wirklich an einen Gott oder an eine Göttin geglaubt. Dennoch war der Einfluss Barghaans auf die Streiter des Ordens sehr stark gewesen. An dem Tag der Vernichtung Barghaans wurden viele Menschen von einem starken Gefühl übermannt. Der Hass wich aus den Herzen und Wärme und Licht traten ein. Bei den Mitgliedern der Bruderschaft war dies anders. Der Hass wich durchaus, doch ließ er eine Leere zurück und nichts vermochte diese Leere zu füllen. Sinariel konnte sie nur bedingt erreichen. Man könnte behaupten die Aventianer machten gute Mine zu bösem Spiel als sie sich scheinbar mit den Britainern anfreundeten. Doch spürten die Ordensmitglieder auch kein Neid oder Missgunst gegenüber den Menschen.
Die Aventianer wussten nicht mehr was sie glauben sollten und was nicht. Es war Ewigkeiten her, dass sich die Götter das letzte Mal gezeigt hatten. Doch an jenem frühen Abend vor Avent taten sie es. Die Menschen standen vor einer Weggabelung und drohten ins Chaos zu stürzen. Nur durch Sinariels Erscheinen konnten, zumindest einige Menschen ins Licht geführt werden. Barghaan weilte nicht mehr in dieser Welt. Viele Menschen waren erfreut, der Glaube an Sinariel würde erstarken. Doch die Aventianer glaubten nun nicht mehr daran, dass die Welt so einfach strukturiert war. Nicht die Welt der Götter. Und so traten Aventianer zusammen, ein Treffen wurde einberufen. Doch was gab es zu besprechen? Nichts. Sie schwiegen, sie schwiegen so lange bis das Schweigen unerträglich wurde. Früher wären Hasstriolen gegen Britain gefallen. Man hätte die Wächter des Lichts und den Truchsess verflucht. Doch diese Zeit war vergangen. Barghaan sprach nicht mehr durch sie. Und auch Sinariel konnte, trotz ihrer unermesslichen Macht und ihres imposanten Auftritts nicht gänzlich zu ihnen vordringen. Während Sinariel durch die Kirche und die Wächter des Lichts die Menschen erreichte und Sevillin zu seinen Teuflern vordrang, war es bei den Männern aus dem damaligen Avent anders. Nein, sie verfielen nicht dem Chaos. Doch waren sie auch nicht ins grelle, helle Licht der Sinariel getreten. Die Existenz Sinariels als eine Göttin war bewiesen und wurde von den Mitgliedern Avents nie angezweifelt, dennoch sollte Sinariel nicht ihre Angebetete sein. Barghaan verschwand gänzlich aus den Köpfen der Mannen und nie sollte ein Chaosgott wieder dessen Platz einnehmen. Immer wieder trafen sich die Männer und Frauen, immer wieder Schweigen. So verstrichen die Mondläufe einer nach dem anderen. Dieses Nichts in den Gedanken der Aventianer quälte sie. Und dann erkannten sie etwas, dass ihnen noch nicht richtig aufgefallen war. Trotz der Leere ihrer Gedanken war ihr Verstand messerscharf geworden. Doch was nutzte ihnen ein scharfer Verstand wenn sie doch keinen Sinn in allem sahen.
Sie begannen zu lesen. Bücher über Bücher. Über die Welt, die Menschen, die Elfen, die Teufler, die Zwerge. Und auch über die Götter. Es gab unglaublich viele Niederschriften über den Glauben. Über Sinariel und Mildren, Carvisa und Barghaan. Und auch hatten sie Bücher über die gefährlichen Chaosgötter in ihrem Besitz. Man weiß nicht mehr genau wer es war, doch einer der Aventianer fing eine Zeichnung an. Ein göttliches Organigramm könnte man sagen. Es stellte die Hierarchische Stellung der Götter da. Die Zeichnung glich eher einem Schmierzettel. Denn jeder dort las jedes Buch über die Götter. Jeder wirkte an der Zeichnung mit. Mit jeder Erkenntnis veränderte sich die Zeichnung aufs Neue. Es vergingen wieder Wochen und Monde bis es keine Bücher mehr gab. Zumindest nicht im Besitz der Mannen aus Avent. Die Zeichnung war mittlerweile ein heilloses Chaos, sodass man sich entschloss sie ordentlich abzuzeichnen. Man übertrug sie auf ein großes viereckig zurechtgeschnittenes Pergamentstück mit sehr markanter Schrift.

Es war keine gänzlich neue Religion. Man glaubte an Sinariel und Sevilin, man glaubte an Barghaan und Carvisa und man glaubte an mehr. Sie glauben, dass über den bekannten Göttern ein noch größerer mächtigerer Gott steht. Der Gott der alles im Gleichgewicht hält. So, dass niemals das Chaos über das Licht steht, oder umgekehrt – ein Gott der Neutralität, der sich, nicht wie Carvisa, in einen Drachen verwandeln musste um sich sichtbar zu machen.
Doch solange man auf der Suche nach „diesem“ Gott war, glaubte man fest an Carvisa.

Die Obersten aus Avent waren sich bewusst, dass dies eine gefährliche Erkenntnis war. Vorerst würde man diese für sich behalten und die Mitglieder des Ordens in diese Religion einweihen. Natürlich würde man aus der Bevölkerung ähnlich denkende Menschen filtrieren und in die eigenen Reihen aufnehmen. Es mussten auch noch viele Nachforschungen angestellt werden und noch war ungewiss wie sich das ganze entwickeln würde. Eine neue Gruppierung war geboren: Die Bruderschaft der Vergeltung; die Bruderschaft sollte für den engen Zusammenhalt untereinander stehen, die Vergeltung wies hierbei auf die Rache hin, welche man an den Drow und dem Bösen ausüben wollte.Entstanden aus dem Orden zu Avent, organisierte sie sich schnell und formte Skara Brae wie sie es auch schon mit Avent tat. Und auch die Theologen der Bruderschaft begannen sogleich mit eigenen Niederschriften, zusammengefasst aus den Büchern die sie besaßen und aus Schlussfolgerungen die sie daraus schlossen. Eine wichtige Erkenntnis war das alles umspannende Gleichgewicht. Sollte das Chaos jemals das Licht auslöschen, würde auch die Welt ins Chaos stürzen. Skariatain wäre einem mächtigen Götterkampf ausgeliefert, der wahrscheinlich alles Zerstören würde.
Denn wenn ein Gott eine Seite; Licht oder Chaos; die andere vernichtet, bekommt dieser Gott noch mehr Macht. Und wenn nur ein Gott übrig ist, ist dieser dem bisher namenlosen ebenbürtig und kann ihn herausfordern, auf Verderb und Gedeih! Sollte das Chaos obsiegen würde die Welt ins Chaos stürzen. Sollte das Licht obsiegen würde die Welt in Dekadenz versinken. Das Chaos überwog zu diesen Zeiten und so war das Feinbild der Bruderschaft klar. Den Feinden der Menschheit musste Einhalt geboten werden. Das Chaos durfte nicht weiter erstarken. Man nahm sich von nun an das Ziel vor Augen, die Feinde der Menschen zu bekämpfen und sie in ihren Schranken zu halten, seien es nun Gottheiten oder einfachere Wesen.

Ansprechpartner:
Thar’gonitoth Se’kra
Kain Rakarth
Exael Nordirian

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