Elfen

Geschichte der Elfen
Vor vielen Jahrhunderten ― so weit in der Vergangenheit, dass sich nur noch die Ältesten der Elfen daran erinnern mögen ― gab es drei Elfenvölker: die Hoch-, Wald- und Silberelfen.
Sie waren über ganz Skariatain verteilt und lebten in ihren eigenen Städten.
Doch Kriege und das natürliche Abwandern sorgten dafür, dass sich die Elfen zusammenschlossen und von nun an als ein Volk lebten.
Sie siedelten sich in einer Stadt mit dem Namen Jhelom an. Geschützt durch einen magischen Nebel, der alle Feinde von ihnen fernhielt.
Doch Feinde blickten alsbald voller Neid und Missgunst auf die Schönheit Jheloms und den Frieden, in welchem seine Bewohner ihr Leben lebten.
So sollte es nicht lange dauern, bis man zum Kampf gegen Jhelom rüstete.
Lloth, die düstere und grausame Herrin der Drow, befahl ihren Kindern gegen die Elfen zu Felde zu ziehen.
So suchte man fieberhaft nach einem Weg, den magischen Nebel zu durchbrechen.
Doch auch die Elfen waren nicht unvorbereitet. Die Ahnen erschienen ihnen, um sie vor der drohenden Gefahr zu warnen und sorgten dafür, dass sie sich auf eine Flucht vorbereiteten.
Als die Feinde nun vor den Toren der Stadt standen, erkannten die Elfen, dass jene zu gut bewaffnet und zu zahlreich waren, um sich diesem Heer entgegen stellen zu können.
So beschlossen die Elfen, Abkehr zu nehmen von Verteidigungsplänen, die letzlich die Vernichtung ihrer Kultur und vieler Leben auf beiden Seiten geführt hätten und auf Schiffen die Flucht zu ergreifen, um schweren Herzens und in dunkelster Stunde Jhelom für immer zu verlassen.
Während die alte Heimat von den Drow, aus Wut darüber, dass die Elfen fliehen konnten, bis auf die Grundmauern niedergebrannt wurde, erreichten die Elfen unter dem Schutz und der Fürsorge der Ahnen und Aldristaes eine neue Heimat.
Eine neue Stadt wurde ihnen geschenkt, welche den wohlklingenden Namen Lant Galadh (Lichtung der Bäume) trug.
Aussehen
In menschlichen Augen mag der Erscheinung eines Elfen etwas mystisches und anziehendes innewohnen. Die Gesichtszüge erscheinen ebenmäßig und glatt, wie von einem Künstler in unvergänglichen Stein gemeißelt. Die Augenfarbe reicht von einem tiefen Saphirblau, wie man es in den herrlichsten Seen findet, über das Haselnussbraun eines scheuen Rehs, bis hin zu einem intensiven Grün, welches die saftigen Gräser der Hügel repräsentieren mag.
Die elfische Statur ist als schlank und filigran zu bezeichnen, und ihre Größe liegt zwischen 1,75 und 1,95 Meter; doch selbst die Größten von ihnen wirken nie schlaksig oder ungelenk. Nur elfische Augen verstehen es, den Körperbau eines Elfen genauer einzuordnen. So kann nur ein Elf erkennen, ob ein Bruder oder eine Schwester trainiert ist. Ein Nicht-Elf sieht vor sich noch immer eine schlanke, grazile und wunderschöne Person.
Elfen haben keinen Bartwuchs und tragen meist lange Haare, aber niemals einen kahlgeschorenen Kopf. Die Haarfarben sind mannigfaltig, vom Weiß schneebedeckter Wipfel, bis hin zum dunklen Braun eines Grizzlybären. Kein Elf wird mit schwarzen Haaren geboren, und so ist es auch verpönt, sich die Haare in dieser Farbe zu färben.
Das genaue Alter eines Elfen ist selbst für die eigenen Leute schwer zu bestimmen. Denn der Zahn der Zeit nagt nur geringfügig an ihrem Aussehen. Allerdings kann man gewisse Entwicklungsstufen anhand einiger Details der Gesichtsstruktur bestimmen.
OOC Informationen
0-50 Jahre= Kind
51-110 Jahre= Jugendlicher
111-250 Jahre= Junger Erwachsener
251-500 Jahre= Erwachsener
501-750 Jahre= Alter Elf
> 750 Jahre= Sehr alter Elf
Dabei ist anzumerken, dass ein RL Jahr = 50 Elfenjahren entspricht, wobei diese nicht ausgespielt werden müssen und dass ein frisch erstellter Elf maximal 300 Jahre alt sein darf.
Elfen sterben keines natürlichen Todes. Wenn sie den Ruf der Ahnen hören, ziehen sie sich aus den bekannten Landen zurück, um in das Reich ihrer Vorväter zu reisen, welches Immerda genannt wird. Auch unterliegt ein Elf nicht den normalen Krankheiten wie Grippe oder Ähnlichem.
Natürliche Hitze oder Kälte sind einem Elfen fremd. So mag es nicht verwunderlich sein, wenn ein Elf barfuß durch den Schnee wandert oder in einer Fellrüstung unter brütender Sonne steht.
Da Elfen sich auf ihre Beweglichkeit verlassen, verabscheuen sie schwere Rüstungen, die ihre Beweglichkeit beeinträchtigen. So haben die Schmiede der Elfen eine Kettenrüstung erschaffen, die einen ähnlichen Schutz bietet wie eine schwere Rüstung, doch leichter zu tragen ist.
Grobe zweihändige Waffen, wie Hellebarden oder Streithämmer würde ein Elf nie in die Hand nehmen, eine Ausnahme stellt der Kleriker dar. Wenn es eine zweihändige Waffe sein soll, so greift man zu einem Klingenstab oder Rapier. Des Weiteren haben die Schmiede eine feine Elfenklinge entwickelt, welche weitaus leichter und schlanker ist, als ein normales Langschwert. Zudem wird man wohl nie einen Elfen treffen, der auch nur darüber nachdenkt eine Armbrust statt eines Bogens zu verwenden.
Bei der Wahl der Rüstung und Kleidung bleibt zu sagen, dass ein Elf niemals Schwarz tragen würde. Denn Schwarz ist für Elfen ein Zeichen der Verderbnis und der Nekromantie.
Sprache / Dialekt
Das derzeitige Volk der Elfen hat seine Wurzeln in der Vergangenheit. So will und mag es nicht verwunderlich erscheinen, dass es die unterschiedlichsten Sprachen und Dialekte gibt. Doch über die Jahre haben sich Sindarin und Isdira als Sprachen der Elfen herauskristallisiert. Schon in jungen Jahren werden diese beiden Sprachen (sowie auch die allgemeine Sprache der Völker) den Elfen gelehrt.
Im RP ist darauf zu achten, dass nicht jeder Elfenspieler Isdira oder Sindarin als Fremdsprache in der Schule belegt hat, noch die Lust verspürt, bei jedem Wort einen Browser zu öffnen, um nachzuschlagen. Soll heißen: Bitte beschränkt euch auf die gängigsten Grußfloskeln, wie z.B. ‘Sanya; Alaé; Mae Govannen’
Grundverhalten
Grundsätzlich sind die Elfen als Orderrasse zu beschreiben. Ein Anzeichen dafür mag in ihrer Abneigung gegen Untote und natürlich alle, die mit ihnen zu tun haben, wie zum Beispiel Nekromanten, liegen.
Was natürlich zwangsläufig bedeutet, dass den Elfen der Weg der Nekromantie nicht zur Verfügung steht.
Da die Farbe Schwarz meist für das Dämonische oder die Nekromantie steht, lehnen die Elfen diese Farbe ab.
Ausgenommen sind natürliche Vorkommen dieser Farbe, die zwar geduldet, aber nicht unbedingt gerne gesehen sind.
So meiden die Elfen innerhalb ihrer Stadt diese Farbe, und ein fremder Besucher, der sich in diese Farbe hüllt, darf sich nicht über misstrauische Blicke der Wachen und der Bewohner wundern.
Auf Grund ihrer starken Bindung zu den Bäumen des Waldes halten sich die Elfen nur sehr widerwillig im Untergrund auf. Höhlen und ähnliche unterirdischen Pfade betreten sie meist nur, wenn es absolut notwendig ist, zum Beispiel weil sie einen solchen Auftrag haben oder sich gezwungen sehen, dieses Gebiet von Bösem zu befreien.
Die Elfen betrachten ihre Gemeinschaft als eine große Familie. So ist es üblich, dass man sich untereinander mit einem ‘Du’ anredet.
Auf Grund ihrer engen Bindung messen sie Gold nicht soviel Bedeutung bei, wie es bei anderen Völkern der Fall ist.
Ihre Erzeugnisse stellen sie meist unentgeltlich dem ganzen Volk zu Verfügung oder tauschen sie gegen andere Dinge ein.
Da die Elfen verstanden haben, dass ein Ding nicht ohne das andere sein kann, ist ein jeder Beruf in ihren Augen gleichwertig mit einem jeden anderen.
Ansehen im Volke erringt man durch persönliche Leistungen, die allen zu gute kommen oder schlicht und ergreifend durch das Alter.
Die Natur und das Leben selbst werden von den Elfen hoch geschätzt. Niemals würden sie absichtlich und völlig grundlos der Natur schaden oder ein Tier töten.
Ob ihres Alters und der damit verbundenen Lebenserfahrung wirken Elfen auf viele Rassen recht überheblich und arrogant. Es mag auf viele jüngere Rassen so wirken, als würden die Elfen sie bevormunden.
In einer Konfliktsituation versuchen sie, die Übersicht zu behalten und einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie lassen sich nur in den seltensten Fällen provozieren.
Allerdings heißt dies nicht, dass sich die Elfen aus jedem Kampf heraus halten. Wenn Freunde oder Verbündete (in diesem Fall zählt auch die Natur zu den Verbündeten) angegriffen werden, greifen die Elfen vehement zur Waffe, um jene zu verteidigen.
Natur
Das Leben der Elfen wird durch ihre Nähe zur Natur bestimmt. Ihr Schutz ist für die Elfen das höchste Gut.
Sie entnehmen der Natur nur die Rohstoffe, die sie wirklich brauchen, achten dann aber auch darauf, nichts zu verschwenden. So wird das Fleisch eines erlegten Tieres ebenso verwendet, wie das dazugehörige Leder, die Sehnen oder Knochen.
Ein Elf würde niemals absichtlich, aus Lust am Töten oder aus purer Gier heraus den Kampf mit einem Tier suchen. Wenn das Tier allerdings so aggressiv reagiert, dass es den Elfen nicht zu erkennen und als Freund einzuordnen weiß, schreckt er vor einem Kampf nicht zurück.
Allerdings geht ein Elf recht herrisch, manche mögen sagen fanatisch, gegen jene vor, die sich an der Natur, welche er als Verbündete betrachtet, vergreifen. Sei es das Schänden gewisser Waldgebiete oder das sinnlose Töten von Tieren. Es hat schon viele Unwissende das Leben gekostet, die sich ― beobachtet von einem Elfen ― an der Natur vergangen haben.
Magie
Elfen sind von Geburt an magische Wesen. Doch entwickelt sich das magische Talent nach der Bestimmung des Elfen. So sind zum Beispiel nur Magier wirklich in der Lage, die höchsten magischen Geheimnisse zu ergründen, während ein Tischler in der Lage ist, das Holz aus dem Baum zu entnehmen, ohne diesem dabei zu schaden.
Ein Druide, der sich ganz der Natur verschrieben hat, ist dann in der Lage, Verbündete aus der Umgebung zur Hilfe zu rufen, während ein Schmied die Erze aus dem Berg heraus meditieren kann.
So wohnt einem jeden Elfen, mehr oder minder starke Magie inne, die ihn bei seinen Tätigkeiten unterstützt.
Glauben
Der Glaube der Elfen basiert auf der Natur selber und ihrer Inkarnation, der Göttin Aldristae. So sagt man, dass die Blätter in den Wipfeln der Bäume ihr wehendes Haar sein mögen, so wie die klaren Bäche und Seen so herrlich tief wie ihre Augen sein müssten. Und wenn die Rotkehlchen zur Balz ansetzen, glaubt man ihre Stimme aus dem Gesang der Vögel zu hören.
Zudem werden die Elfen noch von ihren Vorfahren, den Ahnen, überwacht und geleitet.
Meist treten die Ahnen in Form von Waldtieren auf, um nützliche Ratschläge zu geben, Warnungen auszusprechen oder einfach nur zu beobachten.
Aufgrund ihres starken Glaubens an die natürlichen Dinge ist es ihnen möglich, Unnatürliches wie Dämonen oder Untote zu fühlen. Dies ist eine Gabe, die nur Elfen zuteil wird, die wahrlich an Aldristae glauben.
So sich die Göttin selber ihren Kindern zeigen möchte, tut sie dies meist in der Erscheinungsform eines Ents. Dabei sieht sie sich selber in der Rolle der liebenden Mutter, die ihre Kinder umsorgt und behütet.
Verhalten ggü. Rassen
Menschen
Da die Menschen ein sehr junges Volk sind und ihre Kurzlebigkeit sie dazu veranlasst, sich in rasanter Eile zu entwickeln, betrachten die Elfen die Menschen mit leichter Sorge.
Es hat für sie den Anschein, dass die Menschen bei ihrer Entwicklung und ihrer Expansion nicht darüber nachdenken, welchen Einfluss sie auf ihre Umgebung haben. Zwar haben sie schon des öfteren gezeigt, dass sie auf einem guten Weg sind, doch ist ihre Neigung zum Gold und ihr mangelndes Verständnis die Zyklen der Natur betreffend, abgesehen von wenigen Ausnahmen, den Elfen ein Dorn im Auge. Da die Elfen ab und an versuchen, Einfluss auf die ― in ihren Augen schlechten ― Eigenschaften der Menschen zu nehmen, mag der Eindruck entstehen, dass die Elfen die Menschen bevormunden. Dieser Eindruck mag in vielen Fällen auch zutreffen, sehen viele Elfen die Menschen als Kinder an und verhalten sich oftmals ihnen gegenüber vermeintlich bevormundend.
Den Elfen fällt es schwer, die schnelle und oft rücksichtslose Lebensweise zu verstehen.
Doch hat die Vergangenheit wohl bewiesen, dass die Elfen Verbündete im Kampf gegen das Verderben, das die Welt zu überfluten versucht, benötigen.
Wer würde sich da besser anbieten als das Volk der Menschen, da man nun mal die selben Feinde hat.
Und so werden nach dem Fall Jheloms, die zarten Fühler der Diplomatie nach Britain ausgestreckt, auf dass sich Elfen und Menschen wieder als Verbündete betrachten, so wie es vor langer Zeit üblich war.
Zwerge
Zwerge sind den Elfen vom Fleck weg etwas suspekt, da jene die dunklen und ungemütlichen Höhlen den lebenspendenden Wäldern vorziehen. Allerdings hält sich die Bevormundung der Elfen den Zwergen gegenüber in Grenzen, da auch diese ein beträchtliches Alter erreichen können.
Zudem schätzt und respektiert man sie als vortreffliche Handwerker.
Einem innigeren Vertrauensverhältnis aber steht meist die zwergische Goldgier im Wege; so mag ein Elf befürchten, dass der neue Bekannte ihn für die richtige Summe verraten würde.
So verhalten sich die Elfen den Zwergen in den meisten Fällen sehr respektvoll gegenüber, wenn auch deutlich distanziert, da man nicht die selben Neigungen verspürt, wie das Gegenüber.
Drow
Vor vielen, vielen Jahren, so berichtet man, waren die Elfen und die Drow ein Volk. Warum nun diese Abspaltung der Rassen vonstatten ging, wissen nur noch wenige Elfen zu erzählen. Fakt aber ist, dass die Drow seit jener Zeit die Erzfeinde der Elfen sind. Von Aldristae verstoßen, hausen sie unter der Erde und überziehen das Volk der Elfen immer wieder mit Krieg.
So wurde vor kurzem erst die ehemalige Stadt der Elfen, Jhelom, eingenommen und von den Drow dem Erdboden gleich gemacht.
Ein Treffen der beiden Rassen endet meist mit einer tödlichen Auseinandersetzung.
Teufelsanbeter
In den Augen der Elfen sind die Teufler kaum mehr als halbdämonische Sklaven des Höllenfürsten Sevilins. Um jenem zu gefallen, opfern, foltern und ermorden sie Unschuldige. Außerdem nutzen sie die schwarze Kunst der Nekromantie, womit sie die Natur und das Leben ad absurdum führen.
So mag es nicht verwunderlich erscheinen, dass die Elfen mit den Teuflern verfeindet sind und ein Aufeinandertreffen auch mit dem Blankziehen der Waffen einhergehen kann.